Die Eheschließung in Italien verliert weiterhin an Boden und verfestigt damit eine Talfahrt, die nun schon seit Jahrzehnten anhält, abgesehen von den technischen Erholungen nach der Pandemie. Im Jahr 2024 wurden die Eheschließungen gefeiert 173.272, was einem Rückgang von fast 11.000 Feiern im Vergleich zu den 184.207 des Vorjahres (-5,91 TP3T).
Der Zusammenbruch des religiösen Ritus
Der am stärksten von diesem Rückgang betroffene Bereich ist der der kirchlichen Trauung. Im Jahr 2024 verzeichnen die kirchlichen Trauungen einen Rückgang von’11,4% im Vergleich zu 2023, wobei die Bevorzugung der Zivilehe verstärkt wird (die mittlerweile bundesweit deutlich mehr als die Hälfte der Gesamtauswahl ausmacht).
Die Geografie des Rückgangs
Der Rückgang der Heiratsneigung zieht sich durch das ganze Land, allerdings mit unterschiedlicher Intensität:
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Mezzogiorno verzeichnet den ausgeprägtesten Rückgang mit einem -8,3%, ein bedeutsames Signal für eine Region, die historisch stärker mit der Institution der Ehe verbunden ist.
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Zentrum Rückgang von -5,0%.
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Nord: geringerer Rückgang in Höhe von -4,3%.
Die treibenden Faktoren: Demografie und neue Wohnformen
Zwei wesentliche Faktoren erklären den vom Nationalen Institut für Statistik festgestellten Trend:
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Der demografische Winter: Der anhaltende Geburtenrückgang hat die zahlenmäßige Stärke der jüngeren Generationen verringert; Da es weniger Personen in der traditionell heiratswilligen Altersgruppe gibt, sinkt die absolute Zahl der Eheschließungen selbst bei gleich bleibender Heiratsneigung.
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Wandel der Familienmodelle: Der Übergang zum Erwachsenenleben und die Gründung neuer Familien erfolgen zunehmend über das Zusammenleben in Partnerschaften wie in einer ehelichen Lebensgemeinschaft und die Nichtehelichen Lebensgemeinschaften, die nach und nach die Ehe als bevorzugten Weg für die Wohn- und Paarautonomie ersetzt haben.
