
Sony World Photography Awards: Kategorien immer unschärfer?
Ein Artikel veröffentlicht von Fotokult schlage eine Reflexion über die Grenzen zwischen verschiedenen fotografischen Genres innerhalb der Sony World Photography Awards 2026, am Beispiel der Kategorie Landschaft.
Der Autor konzentriert sich auf das Projekt “Konstruierte Landschaften” der britischen Künstlerin Dafna Talmor, Gewinner der Kategorie Landschaft der Professional Competition. Die Bilder entstehen aus Landschaftsnegativen, die manuell beschnitten, neu arrangiert und gedruckt werden, wodurch Werke entstehen, die Fotografie und Collage verschmelzen.
Laut dem Autor scheinen Arbeiten dieser Art natürlicher zur Kategorie zu gehören Kreativ, die die Verordnung selbst für experimentelle Techniken, zusammengesetzte Bilder und Fotomanipulationen vorsieht.
Da hier stellt sich eine Frage: Wo endet die Landschaftsfotografie und wo beginnt die kreative Fotografie? Die Unterscheidung wird immer weniger deutlich und die Entscheidungen der Jurys, die zwangsläufig subjektiv sind, tragen dazu bei, die Grenzen zwischen den Kategorien neu zu definieren.
Der Autor erinnert auch daran, dass bereits 2025 ein ähnlicher Zweifel aufkam, mit dem Sieg von Seido Kino in der gleichen Kategorie, ein Zeichen dafür, dass das Thema nicht neu ist.
Der Artikel ist weniger eine Kritik an den Gewinnern als vielmehr eine Reflexion darüber, wie Fotoprojekte kategorisiert werden und wie sehr die traditionellen Genredefinitionen immer flexibler werden. Letztendlich, so der Autor, können sich mit wechselnden Jurys nicht nur die Gewinner, sondern auch die Bedeutung der Kategorien selbst ändern.
